Jennifer Rostock – der Film

23. September 2009 at 23:16

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Die Band hat natürlich keinen wirklichen Film gemacht, dafür ein wunderbares Album mit gleichnamigem Titel. Jennifer Rostock haben es sogar geschafft so intelligente Texte zu schreiben, dass der Meister des Texten, Stephan Weidner, aufmerksam wurde und selbige in einem Interview lobte. Das neue Album ist sogar noch eine Steigerung meiner Meinung nach. Wirkt äußerst rund. Schöne Wortspiele, Weisheiten, interpretierbare Sätze, unvergleichbare Vergleiche, Tempowechsel und alles wahnsinnig authentisch. Davon könnte es ruhig mehr geben…

„Der Film“ war auch schon komplett auf youtube zu finden, wurde aber immer wieder gelöscht (wahrscheinlich vom Label). Um in den Sound mal reinzuhören kann man aber auch ein offizielles Video der Band benutzen. Als Musik- und Textliebhaber ist der Kauf des Albums absolute Pflicht. Hier ein ganz ganz kleiner Vorgeschmack. Teile vom Opener „Wieder geht’s von vorne los“ und von „Leben auf Zeit“. Guckst und hörst du?

virtueller Kicker

22. September 2009 at 9:51

Wie bekommt man Nerds dazu sich an einen Kicker zu stellen? Richtig, man virtualisiert selbigen. Was es nicht alles gibt:

[via]

Wir wählen die Freiheit ab

14. September 2009 at 14:35

Freiheit ist das Wichtigste überhaupt. Egal was ich hier schreibe, hier hämmert mir keiner ein Stopp-Schild vor die Tür. Noch nicht. Ich hab neulich den Fehler gemacht und ins CDU-Wahlprogramm geschaut. Oder das was die dafür halten. Alles sehr allgemein gehalten und einige Sätze bringen doch zum Nachdenken. Auf der Seite z.B.:

Wir wollen, dass sich alle Bürger auf Straßen und Plätzen, in Bussen und Bahnen, auf Bahnhöfen zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Angst vor Verbrechen frei bewegen können.

Aber wir sehen dabei zu wie ihr euch frei bewegt, deute ich das mal. Und natürlich setzt Merkel sich auch für die Frauen ein, klar:

7. Wir wollen die Chancen- und Lohngleichheit von Frauen verwirklichen und fordern eine ausgewogene Berücksichtigung von Frauen in Führungsfunktionen.

Besonders der zweite Teil des Satzes lässt erahnen was da wieder für wahnwitzige Gesetze auf uns zukommen. Ist jetzt aber nicht das Thema. Die Internetsperren bestimmen natürlich nicht den Wahlkampf, weil sich die Parteien einfach nicht damit beschäftigen. Oder anders: Sie haben keine Ahnung davon. Und worüber man nicht sprechen kann, darüber sollte man schweigen. Wenn es danach aber wirklich ginge, hätte Steinmeier gestern nicht viel sagen reden dürfen. Als ich heute das Prädikat „besser als erwartet“ über ihn gelesen habe, war mir klar, dass den keiner ernst genommen hat. Das wird sich jetzt auch nicht mehr ändern. Sogar die Grünen wenden sich schon von der SPD ab. Ein Armutszeugnis.

Jetzt drifte ich zu weit ab, sollte doch um Freiheit gehen. Wo sich die beiden Parteien einig sind, ist das Thema Netzsperren. Die haben tatsächlich ein Gesetz darüber verabschiedet. Also das mit dem Stopp-Schild. Gut, es verstößt gegen das Grundgesetz, aber machen muss man ja erstmal was. Erst machen und dann gucken was Karlsruhe dazu sagt. Wie bei so vielen Sachen hätte man auch hier erst denken dürfen. Macht man aber nicht, das Volk will schließlich das jemand anpackt und nicht lange überlegt. Probieren geht über studieren, oder wie war das? Bevor ich jetzt noch mit Bildungspolitik anfange, hier ein wunderbares Video, das die Problematik zum Thema Netzsperren verdeutlicht: