Wir sind nicht cool!

25. September 2006 at 13:51

Zeit, den „Er hat Recht“ Beitrag ein wenig zu konkretisieren. Also wer hat Recht? Na wer wohl?!
Der Stephan. Der Weidner. Stephan Weidner. Mit Begeisterung habe ich die Buchempfehlung auf seiner Seite gelesen. Wenn er schon einmal so was tut, dann muss das auch was Besonderes sein. Dann dazu noch die Worte von ihm „mehr Motivation geht nicht“. Also nix wie bestellt.

Ich bin eigentlich noch viel zu beeindruckt um über dieses Buch zu schreiben. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so was gibt. So über eine Lebensphilosophie zu schreiben, so das System dieser Welt kritisch zu betrachten, Fragen zu stellen und Lösungsansätze aufzuzeigen. Wie wir uns von Konzernen und Marken das Leben diktieren lassen mit einer Gleichgültigkeit die seines Gleichen sucht. Fiktive Sachen haben plötzlich mehr Macht als die Leute die es erschaffen haben. Dieses Buch ist etwas für Leute, die gegen den Mainstream sind. Für Menschen die ihre Individualität noch ausleben. Für Menschen die Kritik an der Gesellschaft üben, Kritik an dem System. Für die ist es Motivation dort weiter zu machen. Für alle die sich jetzt nicht einordnen konnten, lest dieses Buch und hinterfragt euch noch einmal. Euer dogmatisches Denken, das euch über Jahre eingeimpft wurde. (völlig unbemerkt, denn es ist ganz normal für euch) Schaut euch eure Ideale an. Seid das wirklich ihr? Werdet ihr so glücklich oder glaubt ihr nur glücklich zu sein? Habt ihr einen freien Willen oder ist/war der nicht schon lange vorprogrammiert? Wann habt ihr das letzte Mal etwas gemacht, was niemand von euch erwartet hatte? Ganz spontan! Seht ihr.

Viel Spaß beim Lesen! Mehr Motivation den Arsch hochzukriegen geht nicht!

Culture Jamming

Kalle Lasn
Culture Jamming
Die Rückeroberung der Zeichen

Er hat Recht

22. September 2006 at 11:58

Es kam genau zur richtigen Zeit. Ist das endlich der Rahmen für die Bilder? Ich bin verwirrt, aber gleichzeitig beeindruckt. Was habe ich bloß die ganze Zeit gemacht?! Warum mach ich da mit?

Dieses Wochenende werde ich mich um das Wesentliche kümmern. Versprochen. Alles wird gut.

Spätestens Montag gibt es die Auflösung, warum dort oben so komische Sätze stehen.

Auswertung Laut gegen Rechts

19. September 2006 at 17:59

Auf Wunsch einiger interessierter Leser hier meine kleine Auswertung zu diesem “Event”.

Erstmal war ich überrascht wieviele junge Leute es in Schwerin gibt, die auch noch zu so einer Veranstaltung gehen. Respekt! Aber das nur am Rande. Jetzt kurz zu den Künstler in der Reihenfolge wie ich sie gesehen habe:

Brothers Keepers: sehr chillige Musik und gute Ansagen. Aber Leute: Ihr habt Torch vergessen! Deswegen wollte ich euch doch sehen. Als nächstes Mal ihn bitte mitbringen. Danke!

Denjo: Der absolute ( <- Wortspiel) Wahnsinn! Der Mann nimmt keine Blatt vor den Mund. Super Performance. Geniale Texte. "Junge, komm bald wieder".

Pyranja: So einen Auftritt hätte ich dir nicht zugetraut. Hat sich wirklich sehr ins Zeug gelegt und die Massen begeistert. Die Heimat-Verbundenheit hat man dir angemerkt "und deswegen werd ich auch alt und grau in MV" ;-)

Silbermond: Gähn! Lediglich die Gitarren haben überzeugt. Die Songauswahl war mies. Für eine Band, die aus einem Bundesland kommt, wo die NPD schon 2 Jahre im Landtag sitzt, war es mehr als schwach.

Was sonst noch? Das Bier hat geschmeckt, einige bekannte Gesichter gesehen (darunter auch die bestangezogenste Frau Schwerins ;-) ) und friedlich war es auch.

Über Sinn und Unsinn dieser Veranstaltung möchte ich hier nicht philosophieren, ebenso wie über den Sonntag. Nur ein Satz dazu: Es ist erschreckend mit wievielen dummen Leuten man ein Bundesland teilt. Ihr habt versagt! Ansonsten kann ich mich hier nur anschließen! Danke Martin.

 

Laut gegen Rechts

15. September 2006 at 15:17

heißt es, 2 Tage vor der Landtagswahl, heute in Schwerin. Und siehe da: Die Prominenz lässt sich nicht lumpen. Denyo, Brothers Keepers und Pyranja sind dabei. Mehr Infos zu diesem Event findet ihr hier. Ach ja: Silbermond ist auch da.

Am Sonntag wird sich also zeigen ob wir nach Sachsen und Brandenburg das dritte Bundesland sind, dass Nazis im Landtag sitzen hat. Nach 0,8 % im Jahre 2002 wäre das eine sehr bedenkliche Entwicklung. Was kann man tun? Ob die Veranstaltung heute was hilft, wage ich zu bezweifeln. Laut Experten sind die Wähler der Rechten eher in ländlichen Gebieten zu finden. Die wird es kaum nach Schwerin ziehen. Über das Internet sind auch kaum welche zu erreichen denke ich mal (ländliche Gebiete halt). Trotzdem darf man es natürlich nicht unversucht lassen. Der Sandmann hat dieses gemacht und der Maschinist auch. Gut so! Ich habe ja auch schon Stellung bezogen. 

Also man sieht sich heute: Laut gegen Rechts!

P.S: Sonntag wählen gehen und demokratisch wählen! Rechtsweg ausgeschlossen!

Die Musikmaschine in der Pfütze des Eisbergs

13. September 2006 at 14:48

So kann man die Neuigkeiten in der Musikszene schon im Titel zusammenfassen.

Musikmaschine heißt das 5. Album von Blumentopf. Das Album ist mal wieder sehr abwechslungsreich und wirklich hörenswert. Die Jungs sind übrigens am 30.09.2006 Live in Wismar zu sehen und zu erleben.

Die Pfütze des Eisbergs ist das sehr gelungene Album von Dendemann. Von den Texten sicher einer der besten deutschen Rapper. Und die Stimme ist sowieso Kult. Diese Scheibe muss man haben. Wissen auch diese bekannten Blogger. Mein Tipp von der Platte: Endlich Nichtschwimmer. Genial! Was sagt er dort selbst über sich?

Ich bin Rapper, nur ein Blues-Sänger auf Abwegen
Bin kein Rebell, nur ein Fußgänger auf Radwegen
Bin kein hartnäckiger Wadenbeißer
Bin kein Freischwimmer, ich bin Bademeister!

Wem das nicht reicht, kaufen!

 

Der Osten lebt (noch)!

10. September 2006 at 18:36

Wenn man, wie ich, so nah an der Landeshauptstadt lebt und wohnt, vergisst man schnell, dass es auch Orte gibt, die nicht so zivilisiert und modern sind. Ein Paradebeispiel durfte musste ich gestern erleben.

Wir waren in Dabel. Gezwungenermaßen! Fußball-Pflichtspiel. Wie es dort aussieht kann man nur schwer beschreiben. Die DDR in den 70ern würde ich mal tippen, obwohl ich für diese Zeit kein Zeitzeuge bin. Der Ort liegt mitten im Wald, es stehen ein paar alte Häuser, aber sonst – nix – wirklich gar nichts. Ach ja, ganz versteckt liegt noch ein “Fußballplatz”. Wobei das wäre geschmeichelt. Dort würden sich die Pferde die Beine brechen, wenn diese dort lang laufen müssten – müssen sie aber nicht! Aber wir mussten es. Von sumpfartig bis knüppelhart war wohl jede Vegetationsart vertreten. Außerdem: Pilze, Maulwurfslöcher und Heu. Ja Heu! Habe ich vorher auch noch nicht gesehen beim Fußball. Aber egal, muss man durch.

Dass Fußball nicht zu den Hauptsportarten dort gehört (wohl eher Pilze sammeln, Pferde reiten oder Kaninchen schlachten), war uns schon nach 5 min. klar. Diese “Sportler” trafen öfter unsere Beine als den Ball. Aber das konnten sie gut. Nur das trainiert? Wer weiß. Wir wollten nur unbeschadet aus dieser scheinbar gesetzlosen Zone wegkommen. Die zwei Punkte, die wir liegen gelassen haben, waren uns dann auch Wurst. (Spiel endete 0:0)

Warum? Nun, die Leute haben da nix, außer alle 2 Wochen mal ein Fußballspiel. Das macht aggressiv. Und die dulden keine Fremden in ihrem Land Ort. Den Rest kann man sich denken…

Bin dann am Abend erstmal zum Altstadtfest gefahren um normale Leute zu sehen. Obwohl ich das auch nicht so mag, tat es irgendwie ganz gut. Nächste Woche ist Heimspiel. Gott sei Dank.

Mach´s gut Andre!

4. September 2006 at 18:08

Gestern war es soweit. Einer der größten Teinniskarrieren ging zu Ende. Nach Pete Sampras wahrscheinlich der beste Tennisspieler aller Zeiten trat gestern in New York, nach der Niederlage gegen den Deutschen Benjamin Becker, wie vor dem Turnier angekündigt zurück.

Über 20 Jahre war Andre Agassi einer der schillernsten Persönlichkeiten dieses Sports. Unvergessen sein Wimbledon-Sieg 1992. Mit langen Haaren, von der Grundlinie spielend, einfach genial. 60 Turniersiege (8 Grand Slams) sind eine beeindruckende Bilanz. Nach 1144 Profimatches sagst du nun “Auf Wiedersehen”. Du wirst dem Sport und deinen Fans sicher fehlen.

Bleibt nur noch Dir alles Gute für deine Zukunft zu wünschen. Viel Glück und viel Spaß mit Steffi! ;-)